Interview - Paul Horch #13
Labels
No labels
Anzeige
Artikel–Idee
Druckfertig
Foto
Gesetzt
Korrekturlesen
Leitartikel
Meldung
Online Fertig
Writing in Progress
kurz
No project
No assignees
1 participant
Due date
No due date set.
Dependencies
No dependencies set.
Reference: Redaktion/FriedenSau2022#13
Loading…
Add table
Add a link
Reference in a new issue
No description provided.
Delete branch "%!s()"
Deleting a branch is permanent. Although the deleted branch may continue to exist for a short time before it actually gets removed, it CANNOT be undone in most cases. Continue?
Wer ist dieser Paul Horch?
Der Name lässt schon mal aufhorchen – Paul. Er ist wohl eine Mischung zwischen Johannes Paul II. und Paul Panzer: Fromme Führungskraft mit dem humoristischen Scharm einer vorgetäuschten Sprachbehinderung. Die Reporter der FriedenSau waren ganz nah dran an diesem Mann, der bodenständiger nicht sein könnte und gleichzeitig große Träume hat.
FriedenSau: Welche Superkraft fasziniert dich?
Paul: Die Geschwindigkeit als Wahrnehmung der Zeit lässt mich nicht los. Wenn ich mir vorstelle, wie Flash durch die Gegend rast und sich dabei alle Menschen wie in Superzeitlupe bewegen, dann zieht mich das an. Es ist die Leichtigkeit, in der Flash Fehler mal eben korrigiert oder einfach in einem Wimpernschlag Urlaub macht.
F: Wenn du der geistliche Führer in einer anderen Konfession oder Religion sein müsstest, welche Rolle würdest du nehmen?
P: Ich wäre dann ein jüdischer Rabbi. Mich interessiert die Kultur dieser alten Religion. Einerseits sind sie sehr eingeschränkt durch Regeln und Weltvorstellungen, andererseits haben sie einen leichtfüßigen, humorvollen Umgang mit dem Leben. Zudem würden mir Bart und Löckchen ausgezeichnet stehen.
F: Wenn du dich als Frau identifizieren würdest, wie dürften wir dich rufen?
P: Definitiv „Paula“. Paul ist ein kraftvoller und beliebter Name. Da kann ich mit „Paula“ nichts falsch machen.
F: Du hast dich entschieden, den Leitgedanken des Connectivals im Leben von Esther aufzuzeigen. Welche Verbindung siehst du zwischen dem Motto und dem Buch über Esther?
P: Ohne zu viele Details oder Gedanken zu äußern, kann ich klar sagen, dass Esther vielen Menschen Mut macht. Sie macht deutlich, dass es keine Rolle spielt, wo du lebst oder herkommst. Bei Gott ist keiner vergessen. Jeder ist eine berufene Person, die dort, wo sie steht, im Sinne des Reiches Gottes wirken kann. Keiner muss Beobachter bleiben, sondern wird zum Gestalter berufen. Dazu muss kein Engel erscheinen oder sich das Meer teilen. Esther kämpft für Gerechtigkeit und Wahrheit. Sie folgt ihrem Gewissen und legt dabei ihr eigenes Leben in die Waagschale.
F: An welchem Punkt in deinem Leben bist du vom Mitläufer zum Akteur geworden?
P: Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich in der Jugendstunde bei der Andacht saß und nicht abwarten konnte, bis die Person am Ende war. Gedanklich war ich schon beim spaßigen Nachprogramm. Mein Fokus änderte sich, als es in der Gruppe zu Lücken und fehlendem Einsatz kam. In dem Moment begriff ich, dass mein Einsatz Gewicht hat und ich nicht existiere, um zu konsumieren. Mit meiner tatkräftigen Unterstützung kann Gemeinschaft und Wachstum entstehen. Daraus entstanden mehr Freude und Zufriedenheit, als aus spaßigen Nachprogrammen.
F: Was würdest du einem oder einer Jugendlichen heute mitgeben?
P: Pack es an! Es ist dran, etwas zu tun! Du kennst dein Leben selbst am besten. Wenn dem nicht so ist, dann komm für eine gewisse Zeit zur Ruhe und denke über dein Leben nach. Wo du stehst, wo Gott gerade wirkt und wo du Teil des Großen Ganzen sein kannst. Am Reich Gottes baust du mit, wenn du Verantwortung für dein und das Leben deiner Mitmenschen übernimmst. Dazu hat Gott Esther berufen. Dazu beruft er auch dich.