Der rote Faden und die Macht der Musik #86

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nilsp commented 2023-05-28 23:40:20 +02:00 (Migrated from redaktion.diefriedensau.de)

Der Rote Faden und die Macht der Musik
Wenn die Fassade perfekt ist und der Rest bereits zerbröckelt scheint

Unsere Musiker in allen Ehren, aber eine Frage stellt sich mir. Wir Christen, wir Adventis reden so oft über Musik, die richtigen Instrumente, das richtige Liederbuch, den richtigen Stil... Aber wenn es bei einem Event drauf ankommt, rückt der Inhalt plötzlich in den Hintergrund. Es ist ganz wichtig, dass die Deko perfekt ist, dass der Liedtext, wenn er mal irgendwann auch angezeigt wird, im Connected-Stil erscheint, aber inhaltlich? Da ist es völlig in Ordnung, dass man nach der Andacht um das Gleichnis des Sämanns das Lied ‚Ägypten’ singt oder bei der Taufe kein Tauflied. Der Rote Faden ist nicht mal mehr eine Richtlinie, es sind vielmehr willkürliche Punkte.
Aber vielleicht spielt hier auch die Angst der Krisen mit rein, welche uns nicht mehr straight denken lassen, schließlich ist die Inflation eine ernsthafte Belastung. Daher ist es auch absolut logisch, dass Besucher Eintritt zum Taufgottesdienst bezahlen mussten oder dass die sonst kostenlosen T-Shirts 10 verdammte Euros kosten. Was ist hier eigentlich los?
Apropos, so willkürlich dieser Artikel dem einen oder anderen erscheinen mag, war auch der Rote Faden in den Andachten eines dezent frauenfeindlichen Sprechers. Wo wir wieder bei der Frage wären: Was ist hier eigentlich los?
Worship ist nicht nur eine separate Unterhaltungseinlage, nein, eigentlich ist sie das Salz in der liturgischen Suppe, das den göttlichen Geschmack verstärkt.
Musik ist so viel. So viel mehr. Sie bewegt uns, sie berührt uns. Musik macht etwas mit uns und man sollte wissen, wie man mit ihr umgeht. Man kann Messages vertiefen mit Musik. Man kann die Band aber auch allein ihr Ding machen lassen und das nicht nur inhaltlich, sondern auch textlich. Aber wer braucht schon den Text an der Leinwand, es gab doch eine Playlist im Vorhinein, damit jeder die Lieder auswendig lernen kann. Haben bestimmt alle gemacht. Olala, Olala...
Mir liegt die Adventjugend sehr am Herzen, aber wie hier Verantstaltungen organisatorisch wie auch inhaltlich gehandhabt werden, da braucht man sich nicht wundern, dass 6 von 10 Jugendlichen verschwinden, was btw auch ein super Thema für eine Predigt vor Jugendlichen ist und überhaupt nicht die Falschen auf diesen tragischen Fakt hinweist.
Das Thema des Connected war "No Excuses", aber wurde sich das auch zu Herzen genommen?
Wenn man mit einem guten Gefühl hier nach Hause fährt, dann aufgrund der Gemeinschaft und nicht der inhaltlichen Qualität.
Ich appelliere hiermit an den Verstand und die Leidenschaft der Leiter, solche Chancen wie das Connected zu nutzen, denn Potenzial ist da, doch es verpufft nach und nach.
Damit verabschiede ich mich ein letztes Mal.
Dein Teenie-Alman

Der Rote Faden und die Macht der Musik Wenn die Fassade perfekt ist und der Rest bereits zerbröckelt scheint Unsere Musiker in allen Ehren, aber eine Frage stellt sich mir. Wir Christen, wir Adventis reden so oft über Musik, die richtigen Instrumente, das richtige Liederbuch, den richtigen Stil... Aber wenn es bei einem Event drauf ankommt, rückt der Inhalt plötzlich in den Hintergrund. Es ist ganz wichtig, dass die Deko perfekt ist, dass der Liedtext, wenn er mal irgendwann auch angezeigt wird, im Connected-Stil erscheint, aber inhaltlich? Da ist es völlig in Ordnung, dass man nach der Andacht um das Gleichnis des Sämanns das Lied ‚Ägypten’ singt oder bei der Taufe kein Tauflied. Der Rote Faden ist nicht mal mehr eine Richtlinie, es sind vielmehr willkürliche Punkte. Aber vielleicht spielt hier auch die Angst der Krisen mit rein, welche uns nicht mehr straight denken lassen, schließlich ist die Inflation eine ernsthafte Belastung. Daher ist es auch absolut logisch, dass Besucher Eintritt zum Taufgottesdienst bezahlen mussten oder dass die sonst kostenlosen T-Shirts 10 verdammte Euros kosten. Was ist hier eigentlich los? Apropos, so willkürlich dieser Artikel dem einen oder anderen erscheinen mag, war auch der Rote Faden in den Andachten eines dezent frauenfeindlichen Sprechers. Wo wir wieder bei der Frage wären: Was ist hier eigentlich los? Worship ist nicht nur eine separate Unterhaltungseinlage, nein, eigentlich ist sie das Salz in der liturgischen Suppe, das den göttlichen Geschmack verstärkt. Musik ist so viel. So viel mehr. Sie bewegt uns, sie berührt uns. Musik macht etwas mit uns und man sollte wissen, wie man mit ihr umgeht. Man kann Messages vertiefen mit Musik. Man kann die Band aber auch allein ihr Ding machen lassen und das nicht nur inhaltlich, sondern auch textlich. Aber wer braucht schon den Text an der Leinwand, es gab doch eine Playlist im Vorhinein, damit jeder die Lieder auswendig lernen kann. Haben bestimmt alle gemacht. Olala, Olala... Mir liegt die Adventjugend sehr am Herzen, aber wie hier Verantstaltungen organisatorisch wie auch inhaltlich gehandhabt werden, da braucht man sich nicht wundern, dass 6 von 10 Jugendlichen verschwinden, was btw auch ein super Thema für eine Predigt vor Jugendlichen ist und überhaupt nicht die Falschen auf diesen tragischen Fakt hinweist. Das Thema des Connected war "No Excuses", aber wurde sich das auch zu Herzen genommen? Wenn man mit einem guten Gefühl hier nach Hause fährt, dann aufgrund der Gemeinschaft und nicht der inhaltlichen Qualität. Ich appelliere hiermit an den Verstand und die Leidenschaft der Leiter, solche Chancen wie das Connected zu nutzen, denn Potenzial ist da, doch es verpufft nach und nach. Damit verabschiede ich mich ein letztes Mal. Dein Teenie-Alman
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