Ströme des lebendigen Wassers #43

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opened 2025-06-07 15:13:59 +02:00 by filip · 1 comment
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„Beeilt euch! Gleich kommt ein gewaltiges Gewitter!“, rief Marcus Krugel noch verzweifelt zwischen geschnittenem Porree und zerbröselten Tortilla-Chips. Seine Worte verhallten jedoch leider ungehört in der Bedeutungslosigkeit. Nur einige Augenblicke später schüttete es, der Himmel öffnete seine Pforten und ein Regen prasselte auf Friedensau nieder, den es so vorher seit Beginn der Friedensauer Regenaufzeichnungen bestimmt noch nie gegeben hat. Blitze zuckten und schlugen nur Millimeter entfernt von den Sanitäranlagen ein. Hätte er den prall gefüllten Abwassertank getroffen… Man möchte sich gar nicht vorstellen, was das für eine Schweinerei geworden wäre. Der Donner grollte, sodass man sein eigenes geschrienes Wort kaum hören konnte. Kurz gesagt: Die meteorologische Apokalypse brach los.

Aber: Ihr seid noch alive und haltet gerade diese druckfrische FriedenSau-Ausgabe in den Händen. Das bedeutet, dass die Apokalypse doch noch verschoben wurde. Doch jetzt kommt der eigentliche Knaller. Exklusive Undercover-Recherchen der FriedenSau haben ergeben, dass das zerstörerische Wetter schon viel früher ein Ende hätte finden können und dass die Beinahe-Katastrophe menschengemacht war. Vor dem Erste-Hilfe-Zelt wurde nämlich das folgende Lied gesungen: „Oh Herr, gieße Ströme des lebendigen Wassers aus, oh Herr, über uns. Oh Herr, gieße neu die Kraft des heiligen Geistes aus, oh Herr, über uns.“ Wie um alles in der Welt soll da der Regen aufhören? Ist die Lage des Erste-Hilfe-Teams mittlerweile schon so prekär und der Medikamentennachschub so aussichtslos, dass sie sich lieber das Weltende herbeiwünschen und herbeisingen wollen, damit es keine medizinischen Notfälle mehr gibt? Nicht unerwähnt bleiben soll noch, dass auch der folgende Liedtext aus voller Kehle gesungen wurde: „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Zeltwand nicht.“ Worauf mag das hinweisen? Medikamentenmissbrauch? Übermäßiger oraler Konsum von Desinfektionsmitteln? Die FriedenSau wird an der Geschichte dranbleiben.

„Beeilt euch! Gleich kommt ein gewaltiges Gewitter!“, rief Marcus Krugel noch verzweifelt zwischen geschnittenem Porree und zerbröselten Tortilla-Chips. Seine Worte verhallten jedoch leider ungehört in der Bedeutungslosigkeit. Nur einige Augenblicke später schüttete es, der Himmel öffnete seine Pforten und ein Regen prasselte auf Friedensau nieder, den es so vorher seit Beginn der Friedensauer Regenaufzeichnungen bestimmt noch nie gegeben hat. Blitze zuckten und schlugen nur Millimeter entfernt von den Sanitäranlagen ein. Hätte er den prall gefüllten Abwassertank getroffen… Man möchte sich gar nicht vorstellen, was das für eine Schweinerei geworden wäre. Der Donner grollte, sodass man sein eigenes geschrienes Wort kaum hören konnte. Kurz gesagt: Die meteorologische Apokalypse brach los. Aber: Ihr seid noch alive und haltet gerade diese druckfrische FriedenSau-Ausgabe in den Händen. Das bedeutet, dass die Apokalypse doch noch verschoben wurde. Doch jetzt kommt der eigentliche Knaller. Exklusive Undercover-Recherchen der FriedenSau haben ergeben, dass das zerstörerische Wetter schon viel früher ein Ende hätte finden können und dass die Beinahe-Katastrophe menschengemacht war. Vor dem Erste-Hilfe-Zelt wurde nämlich das folgende Lied gesungen: „Oh Herr, gieße Ströme des lebendigen Wassers aus, oh Herr, über uns. Oh Herr, gieße neu die Kraft des heiligen Geistes aus, oh Herr, über uns.“ Wie um alles in der Welt soll da der Regen aufhören? Ist die Lage des Erste-Hilfe-Teams mittlerweile schon so prekär und der Medikamentennachschub so aussichtslos, dass sie sich lieber das Weltende herbeiwünschen und herbeisingen wollen, damit es keine medizinischen Notfälle mehr gibt? Nicht unerwähnt bleiben soll noch, dass auch der folgende Liedtext aus voller Kehle gesungen wurde: „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Zeltwand nicht.“ Worauf mag das hinweisen? Medikamentenmissbrauch? Übermäßiger oraler Konsum von Desinfektionsmitteln? Die FriedenSau wird an der Geschichte dranbleiben.
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